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Nur ein Traum?

Meine derzeitigen Tagträumereien lassen mich tieftraurig werden. Da sind strahlende Kinderaugen, herzhaftes und unbeschwertes Gelächter, Sorglosigkeit, Freude, Zuversicht und Leben.

Schon beim Schreiben dieser Zeilen quält und schmerzt es mich innerlich so sehr, dass ich das Schreibgerät vor Wut und Trauer und Verzweiflung an die Wand werfen möchte. Aber ich behalte die Fassung. Weinen kann ich ohnehin nicht mehr. Schon ewig nicht mehr. Und auch sonst muss ich meine Emotionen der Kinder wegen zu kontrollieren versuchen, damit es nicht beim Träumen von einer glücklichen Kindheit bleibt. Eine Mama tut, was sie kann. Alles! Aber die Welt erklären, das klappt nicht immer. Auffangen kann ich sie in dieser. In ihrer Verzweiflung, in ihrer Trauer, in ihrem tief sitzenden Schmerz. Ich puste und puste, aber die Wunden sind zu groß und zu frisch. Und nur ich scheine sie zu sehen!

Ein Verband ist in greifbarer Nähe. Er wird halten. Die Heilung jedoch Zeit brauchen.

Ich schenke Euch Eure Träume! Und bis dahin puste und puste und puste ich – versprochen!

Schenken auch Sie Träume, damit die Welt wieder heilen kann. Träumen Sie was Schönes – und lassen Sie es wahr werden!

Einen schönen Tag voller Zuversicht und Hoffnung wünsche ich Ihnen!

Meerweh

Wie gern läg‘ ich jetzt doch am Meer,
ich gäb‘ die Liege nicht mehr her.
Die Liebsten sich ins Wasser würfen,
würd‘ ich entspannt ein Bierchen schlürfen.
Ich guckte freudig ihnen zu
beim Planschen, das in aller Ruh‘.
Die Sonne wärmte mich beim Lauschen
der leichten Wellen, die da rauschten.
Die Grillen zirpten frohe Lieder,
sodann erwach‘ ich leider wieder.
Es klopft an der Lauf der Zeit.
Nein, ich bin nicht mehr bereit,
an Schönem bloß vorbeizuhasten,
geht’s doch nur allein zulasten
meines eigenen Lebenstraums,
bislang gehalten in des Zaums
starker bändigender Kraft,
die zu bezwingen man kaum schafft.
Wissen sollte man jedoch,
gibt es eine stärkere noch.
Es ist die Liebe, die uns treibt
dorthin, wo das Herz verweilt.
So kommt der Tag, wo ich nur mehr
sagen kann, „ich lieg‘ am Meer“.

(Bildnachweis: Harald Jungbluth)