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Rückschritt oder Fortschritt?

Man könnte den Eindruck gewinnen, aktuell tut sich nicht wirklich etwas bezüglich meiner Pläne.

Was meine Arbeit betrifft, haben sich und habe auch ich ein paar Türen schließen müssen, dafür jedoch andere, wenn auch zaghaft, aber bestimmt, geöffnet. Eine geeignete Unterkunft ist noch nicht in Aussicht und trotzdem sortiere ich weiter fleißig aus, habe den Sperrmüll geordert und sehe uns gedanklich auch nicht mehr lange in der aktuellen oder einer hiesigen alternativen Wohnung.

Es ist seltsam. Nach außen hin mag es gerade nicht den Eindruck machen, dass hier eine Auswanderung passiert und dennoch erfolgen aus meiner Sicht derzeit sehr wichtige Schritte zum Ziel. Es erledigen sich gerade mitunter große Baustellen und nebenbei viele kleine, die für ein Vorankommen und Loslassen von großer Bedeutung sind. Ein unbeschreiblicher, aber beruhigender Workflow, der mich ganz ruhig und zuversichtlich stimmt. Hoffnung? Optimismus? Naivität ist es nicht, es ist ein sicheres Gefühl in Herz- und Bauchgegend, dass genau dieser Pfad zum Weg dazugehört. Alle Wege führen schließlich nach Rom. Oder in dem Fall: nach Kroatien.

Es ist Vertrauen, jetzt hab‘ ich es. Vertrauen in mich selbst. Auch, wenn man manchmal neu denken und umplanen muss, hindert es einen nicht daran, seinem Herzen weiter zu folgen. Für mich war das im Leben bisher immer die einzig richtige Option. Für mich. Und so verfolgt mein sturer Geist dieses unerreichbar wirkende Ziel weiterhin mit Vehemenz, die durchaus auch still, leise und entspannt daherkommen kann. Jedoch genauso kraftvoll wie die stärkste Bura. Nur unauffälliger eben.

Dieses ruhige Treiben verhilft mir aktuell sehr, um auch während des Marathons Kraft zu sammeln, damit mir nicht die Puste ausgeht. Ich habe neben dieser Zuversicht leider auch das unterschwellig beklemmende Gefühl, dass ich die Luft noch brauchen werde. Sie darf mir also nicht ausgehen. In der Ruhe liegt tatsächlich die Kraft. Die nehme ich mir. Ganz gefühlsmäßig.